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Materialanalysen

Röntgenfluoreszenzanalyse

Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) ermöglicht die zerstörungsfreie Untersuchung der elementaren Zusammensetzung von Materialien. Dazu wird ein portabler RFA-Analysator eingesetzt. Wenn die von ihm ausgesendete Energie, in Form von Röntgenstrahlung, auf das zu analysierende Material trifft und den für jedes chemische Element spezifischen Schwellenwert überschreitet, wird eine charakteristische Röntgenfluoreszenz emitiert. Ein Detektor misst die Fluoreszenz-strahlung und deren Intensität. Anhand des ermittelten Spektrums können Elemente identifiziert und quantifiziert werden.

Werden prozentgenaue Angaben für Datierungen oder Echtheits-prüfungen benötigt, stehen uns stationäre RFA-Geräte unserer For-schungspartner zur Verfügung. Eine solche Analyse bedingt Bohr-proben von ca. 20-50 mg, die unter Laborbedingungen analysiert werden.

 

 

Ansprechpartner

Holger Becker 
+49 (0)228/2070-379 
 


Wirbelstrommessung

Dieses zerstörungsfreie Werkstoffprüfverfahren dient in erster Linie zur Qualitätsprüfung und Klassifizierung von Metallobjekten. Es basiert auf dem Prinzip der elektrischen Leitfähigkeit von Metallen, die je nach Zusammensetzung oder Struktur des Metalls variieren kann. Das Verfahren wird auch bei archäologischen Metallgegenständen an-gewendet. Die gemessenen Werte geben Auskunft über die elektrische Leitfähigkeit des Metalls und ermöglichen Rückschlüsse auf die Zusammensetzung. Dies funktioniert auch dann, wenn die Metall-oberfläche durch Patina, Korrosion oder Veredlungsschichten bedeckt ist. Im Gegensatz zu reinen Metallen, die feste Leitfähigkeitswerte haben, lassen sich Metalllegierungen, wie Bronzen, entsprechend ihrer Zusammensetzung und der individuell abweichenden elektrischen Leitfähigkeit voneinander unterscheiden.
Schäden oder Reparaturen lassen sich mit diesem Verfahren ebenfalls nachweisen.


Mikroskopie

Analytische Mikroskopie kann zur Bestimmung eines Materials und seiner Herstellungsart dienen.
Die Auflichtmikroskopie ermöglicht eine Untersuchung und Bestim-mung undurchsichtiger Objekte, wie Metalle oder ganze Schichtenpa-kete von zum Beispiel Malschichten. Durch ein Anschleifen der in Kunstharz eingegeossenen Materialprobe können unter vielfacher Vergrößerung Schichtenabfolgen und Hinweise auf die Kunsttech-nologie abgelesen werden.
Im Vergleich dazu kommt die Durchlichtmikroskopie oft bei der Unter-suchung von sehr feinen, durchsichtigen Präparaten zum Einsatz. Mit Hilfe von Polfiltern lassen sich unter anderem Naturfasern identifi-zieren. Durch die Filter wird Licht einer definierten Schwingungsebene erzeugt. Die verschiedenen Materialien zeigen darin charakteristische Farben. So ist eine genaue Bestimmung von Fasernarten möglich.

Diese kunstechnologischen Details informieren über die Entstehungs-geschichte und die späteren Veränderungen an einem Kunstwerk.


Kontakt

LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Tel. +49 (0) 228 / 2070 - 0, Fax +49 (0) 228 / 2070 - 299

Öffnungszeiten Museum

DI bis SO und Feiertag 11 - 18 Uhr, SA 13 - 18 Uhr

MO geschlossen

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10 Uhr möglich

Öffnungszeiten Bibliothek

MO bis FR 8 - 16 Uhr

MI 8 - 18 Uhr