Maria Trabulo wird Artist in Residence am Landesmuseum

Die portugiesische Künstlerin Maria Trabulo wird im Sommer 2026 Artist in Residence am Bonner Landesmuseum. Sie wurde als eine von vier internationalen Künstlerinnen für das renommierte Residenzprogramm „Artist Meets Archive #5“ der Internationalen Photoszene Köln ausgewählt. Während ihres vierwöchigen Aufenthalts arbeitet sie mit den Archiv- und Fotobeständen des Landesmuseums sowie des FrauenMediaTurms in Köln und entwickelt daraus neue künstlerische Positionen, die bei der Photoszene 2027 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

In einem internationalen Open Call setzte sich Trabulo gemeinsam mit zwei weiteren Künstlerinnen und einem Künstlerduo gegen mehr als 350 Bewerbungen aus rund 60 Ländern durch. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury aus Vertreter*innen der beteiligten Kultureinrichtungen und der Internationalen Photoszene Köln sowie durch ausgewiesene Expert*innen. Die Künstlerinnen und Künstler bewarben sich gezielt auf unterschiedliche fotografische Archive und Sammlungen, darunter auch auf den fotografischen Nachlass der Bildjournalistin Angela Neuke im LVR-Landesmuseum Bonn.

Maria Trabulo studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie an der Faculdade de Belas Artes da Universidade do Porto (FBAUP) und ist derzeit Doktorandin an der School of Arts – Universidade Católica Portuguesa (UCP). In ihren forschungsbasierten Kunstprojekten untersucht sie Archive als Orte des öffentlichen Erinnerns – aber auch als Räume, in denen Fragen von Restitution, kulturellem Erhalt nach Konflikten und Begegnung von Gemeinschaften verhandelt werden. Ihre Arbeiten – darunter Installationen, Fotografien, Skulpturen und Videos – wurden international in Museen und Galerien gezeigt und mehrfach ausgezeichnet.
Über das Programm „Artist Meets Archive“
„Artist Meets Archive“ ist das zentrale Programm der Internationalen Photoszene Köln . Es fördert die künstlerische Auseinandersetzung mit Fotografie im Kontext von Archiven und Sammlungen. Seit 2018 bringt das Residenz- und Ausstellungsprogramm internationale Künstlerinnen und Künstler mit fotografischen Archiven in Köln und der Region zusammen.
Zu den bisher insgesamt zwölf beteiligten Institutionen zählen unter anderem das Museum Ludwig, das Dombauarchiv Köln, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Kölnische Stadtmuseum, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur. Im Jahr 2026 nimmt das LVR-Landesmuseum Bonn gemeinsam mit dem FrauenMediaTurm in Köln, dem Deutschen Tanzarchiv Köln, dem Archiv der Fotowerkstätte Schmölz sowie dem Greven Archiv Digital an dem Programm teil.
Die weiteren ausgewählten Teilnehmerinnen des diesjährigen Artist-in-Residence-Programms sind Lana Mesić, Viktoriia Tymonova sowie das Duo Juana Awad und Luisa Ungar.